(c) 2006 Mara Loytved-Hardegg
Briefe 1981


13.03.81, Kreide auf Papier,
85 x 61 cm, 1981 ´ätsch ich bin ein Tiger`, Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
13.03.81, Kreide auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
´ätsch ich bin ein Tiger`, Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
14.03.81, Buntstifte und Kreide auf Papier,
85 x 61 cm, 1981 16.03.81, Buntstifte und Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
14.03.81, Buntstifte und Kreide auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
16.03.81, Buntstifte und Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
´Sommerbrief, Buntstifte auf Papier,
85 x 61 cm, 1981 ´Sommerbrief`, mit Ginster-Blütenfarbe und Buntstift auf Papier, 85 x61 cm, 1981
´Sommerbrief, Buntstifte auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
´Sommerbrief`, mit Ginster-Blütenfarbe und Buntstift auf Papier, 85 x61 cm, 1981
´Sommerbrief`, mit Mohn-Blüte und vermalbarem Buntstift auf Papier,
85 x 61 cm, 1981 ´Sommerbrief: sono sempre rosso`, mit Mohnblütenfarbe auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
´Sommerbrief`, mit Mohn-Blüte und vermalbarem Buntstift auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
´Sommerbrief: sono sempre rosso`, mit Mohnblütenfarbe auf Papier,
85 x 61 cm, 1981
´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981 ´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981 ´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981 ´Briefreste`, Mischtechnik und Collage auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
´Winterbrief`, Mischtechnik mit Kreide auf Papier, 85 x 61 cm, 1981 ´Briefreste`, Mischtechnik und Collage auf Papier, 85 x 61 cm, 1981
Ausschnitt aus ´Briefreste` Ausschnitt aus ´Briefreste`
Ausschnitt aus ´Briefreste` Ausschnitt aus ´Briefreste`
Zur Ausstellung ´Briefe 1981`, GALERIE KERESZTES (Nürnberg):

Die Sprache dieser "Briefe" ist eigentümlich und faszinierend. Geschrieben hat sie die Nürnberger Künstlerin Mara Loytved-Hardegg. Sie sind verschlüsselt und rätselhaft, und doch vermag man ihren "Sinn" zu entdecken, denn man kann in ihnen lesen, obwohl sie so fremd erscheinen.

Mara Loytved-Hardeggs Mischtechnikarbeiten, bei denen die Farbkreidezeichnung dominiert, erzählen von Emotionen. Das geschieht auf sehr subtile, unaufdringliche Weise, was sich allein schon daran erkennen läßt, daß die gezeichneten "Briefe" auf kleine, quadratische Strichflächen komprimiert sind, umgeben - ähnlich einem Passepartout - von der "ungenutzten", freien Fläche des Zeichenkartons. Wie Markierungen stehen diese bunten und leuchtenden Zeichnungen in der Weite des weißen Blattraumes. Notate von Seelenzuständen, voll von romantischer, verträumter Poesie.

Diese tritt noch deutlicher bei den "Sommerbriefen" hervor. Das liegt daran, weil diese Arbeiten mehr noch als die anderen eine Tendenz zum Malerischen haben. Die Buntstift- und Kreidelinien werden weniger, die Farbe reduziert sich auf zwei, drei Grundtöne, das zuvor vorhandene System der Quadratur der "Briefe" bricht auf. Man fühlt den Weg. den Mara Loytved-Hardegg gegangen ist: von drinnen, also der Seelenlandschaft, nach draußen.

Einen Kontrast zu diesen fein gesponnenen Zeichnungen bilden die großflächig angelegten, dunklen "Briefe". Hier ist das Blatt bis zum Rand gefüllt Und sieht man genau hin, so entdeckt man unter dem düsteren Schleier gezeichneter Linien und gemalter Flächen Relikte aus der privaten Sphäre der Künstlerin. Sie sind zwar unkenntlich gemacht, zuweilen kann man sie fast nur erahnen, aber dieses "Verstecken" vermag die Phantasie zu wecken.

(Die Ausstellung, die in Verbindung mit der 2. Internationalen Jugendtriennale von der Kunsthalle Nürnberg in der Galerie Keresztes gezeigt wird, dauert bis zum 9. Juli.)

M.B.(Michael Becker in Nürnberger Nachrichten, Kultur, 1982)